Bodega-Porträts //

17.11.2020

Rodríguez y Sanzo

Ein Terroir-Portfolio erster Güte

Der Weinmacher und Weinunternehmer Javier Rodríguez ist einer der umtriebigsten und experimentierfreudigsten Önologen Spaniens. Seine Aktivitäten an einem Anbaugebiet festzumachen fällt schwer, da er mit seiner Frau María Sanzo in sieben Appellationen engagiert ist. Schon vor der Gründung der Firma Rodríguez y Sanzo vor 17 Jahren hatte er eigene, kleinere Projekte vorangetrieben, war für mehrere Spitzenproduzenten beratend in Castilla y León tätig, und kennt daher die berühmten Appellationen seiner Heimatregion wie seine Westentasche.

Immer am Puls der Zeit


Schon alleine das Portfolio des Ehepaars ist beeindruckend. Mindestens 20 Gewächse umfasst der Weinkatalog von Rodríguez y Sanzo in der Regel. Mit dabei sind die vier kastilischen Stars Bierzo, Ribera del Duero, Rueda und Toro sowie die Renommier-Gebiete Priorat, Rías Baixas und Rioja. Hinzu kommen Projekte in Castilla y Léon, die als IGP-Qualitäten in den Verkauf kommen; nicht etwa, weil sie einfacheren Zuschnitts wären, sondern weil das Unternehmerpaar immer wieder neue Kreationen lanciert, die nicht unbedingt Appellations-konform ausgelegt sind. So werden stetig neue Ideen in Form spezieller Gewächse realisiert sowie aktuelle Trends aufgenommen, welche das Stammportfolio für einen kürzeren oder längeren Zeitraum ergänzen.

 

Kreativität auf der Basis erstklassiger Weinberge


Hervorragende Beispiele für die Kreativität des Weinmachers sind die erst in jüngster Zeit aufgelegten Spezialitäten Rodríguez & Sanzo Orange Wine, Rodríguez & Sanzo Vignerons Whisky Barrel sowie der Rodríguez & Sanzo Bajo Velo, ein Verdejo in Sherryfässern gereift. Der weiße Albillo Real-Orange Wine durchläuft eine offene Gärung mit langer Maischestandzeit und Ausbau im Fuder während der Whisky Barrel-Tempranillo nach der Gärung im großen Holzgebinde 18 Monate im Whisky-Fass reift. Dazu kommt der, mit etwas mehr Konzentration ausgestattete brandneue Rosado de Invierno für die kältere Jahreszeit. Das Lesegut für die drei Weine entstammt kargen Lagen im Anbaugebiet Toro, wobei Letzterer auch die Appellation trägt. Überhaupt ist die Wahl der Weinberge eine der ganz großen Stärken der Bodega. Javier Rodríguez denkt immer zunächst aus den Lagen heraus und geht ein Projekt für einen neuen Wein nur dann an, wenn die Qualität der Weinberge erstklassig ist. Das Unternehmen steht, wie nur wenige vergleichbare Projekte Spaniens, für die großen Terroirs in der Nordhälfte des Landes.

 

Umweltbewusst und von Lagen besessen


Die meisten Parzellen sind langfristig gepachtet, andere befinden sich im Eigenbesitz, wie dies bei einigen Weinbergen in Rueda, Toro und Rioja der Fall ist. Schon seit über einem Jahrzehnt liebäugelt Javier mit der Biodynamie und setzt gezielt bestimmte biodynamische Praktiken ein. Der Önologe befasst sich intensiv mit seinen Böden und forscht beispielsweise über den Einfluss von Mikroorganismen auf seine Terroirs sowie die Isolierung der besten Hefen, die in seinen jeweiligen Parzellen heimisch sind. Seine Arbeit zielt auf höchste Präzision im Weinberg ab, ohne mit überzogener Technik zu arbeiten. In dieser Hinsicht ist der Kastilier wohl einer der fortschrittlichsten und gleichzeitig umsichtigsten Önologen Spaniens.

 

Rodriguez y Sanzo Die Arbeit zielt auf hochste Prazision im Weinberg ab ohne mit uberzogener Technik zu arbeiten

Die Arbeit zielt auf höchste Präzision im Weinberg ab, ohne überzogene Technik einzusetzen.

 

Berühmte Labels und weniger bekannte Gewächse zum Entdecken


Bekannt geworden ist das Weinunternehmen mit den Rueda-Qualitäten des Labels Viña Sanzo und natürlich durch die berühmten Valsanzo-Gewächse aus Ribera del Duero. Nach und nach fügte sich dann die Las Tierras-Linie aus Toro zusammen, gefolgt von dem erfolgsgekrönten Projekt in Rioja Oriental, dessen Top-Cru La Senoba zu den großen Stars des östlichen DOCa-Bereiches zählt. Weniger bekannt, aber absolut empfehlenswert ist das Hochlandgewächs Vitis Extrema aus der, an Galicien grenzenden Trend-Appellation Bierzo sowie der mineralische Albariño María Sanza aus Rías Baixas.

Rodriguez y Sanzo

 

Eine individuelle Auswahl mit einer Bestellung


María und Javier arbeiten schon seit vielen Jahren in enger Partnerschaft mit dem Kölner Importeuer Weinstraße Adolph, über den auch gemischte Sortimente geordert werden können. Die Paletten werden je nach Wunsch im kastilischen Valladolid zusammengestellt und den Kunden zugestellt. Dieses Geschäftsmodell ermöglicht es dem Spanien-affinen Kunden, ein außergewöhnlich hochwertiges Spanien-Angebot aus einer Hand zusammenzustellen. Rodríguez y Sanzo bietet ein sicherlich bemerkenswertes Sortiment an charaktervollen Terroir-Weinen der großen Prestige-Appellationen Nordspaniens.

Kontakt:Javier Rodríguez
bodegas@rodriguezysanzo.com

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