Hintergrundinformationen, aktuelle Trends und Themen rund um Wein aus Spanien

Pressemitteilungen

Weine aus Spanien genießen in Fachkreisen und bei Weinkennern seit Jahren einen hervorragenden Ruf. Die große Bandbreite der spanischen Weinwelt auf Messen, Pressekonferenzen, Presse-Roundtables, Pressereisen sowie in einzelnen ausgewählte Sonderveranstaltunge zu kommunizieren ist das Ziel der erfolgreichen Pressearbeit der spanischen Wirtschafts - und Handelsabteilung – ICEX. Hier finden Sie Hintergrundinformationen, aktuelle Trends und Themen rund um Wein aus Spanien, sowie Informationen zu unseren Veranstaltungen. Falls Sie weitergehende Informationen wünschen, helfen wir Ihnen gerne weiter.

 

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Die 2018er Ernte in Spanien:
Ein ungewöhnlich kühler und qualitativ nicht überall ganz einfacher Jahrgang sorgt für volle Keller

Noch stehen die offiziellen Zahlen aus, aber schon jetzt ist klar, dass Spanien eine große Ernte eingefahren hat. Man spricht von rund 47 Millionen hl. und der größten Ernte seit 2013. Die Erleichterung ist einerseits aller Ortens groß, denn die Stocks waren auf Grunde der sehr knappen Vorjahresernte in einigen Anbaugebieten auf historische Tiefststände zurückgegangen. Qualitativ gesehen gab es andererseits sehr große Unterscheide von Region zu Region. Während sich Altkastilien, Teile des südlichen Zentrums und auch die Extremadura sowie Andalusien mehr als zufrieden zeigen, kostete die Lese in anderen Teilen des Landes viel Zeit und Mühe.

 

Große Kontraste und späte Reife

 

Die 2018er Lese wird wohl vielen Winzern im Gedächtnis haften bleiben, denn so spät wurde lange nicht mehr geerntet. Insbesondere in den Regionen der nördlichen Hälfte des Landes begann die Lese an vielen Punkten erst gegen Mitte Oktober, was viele erfahrene Weinbauern an Ernten vor 25 Jahren zurückdenken lies. Der Wachstumszyklus zog sich in die Länge, und viele Betriebe hofften auf einen atlantisch geprägten Jahrgang mit kühl gewachsenen, eleganten Gewächsen. Ganz so einfach stellte sich die Situation dann doch nicht dar. Der zentrale Norden, sprich Navarra und Rioja meldeten schon recht früh Fäulnisprobleme. Hinzu kam immer wieder Hagelschlag, und der falsche Mehltau bedrohte viele Flächen. Die behördlichen Beratungsstellen für Weinbau hatten alle Hände voll zu tun. Einerseits lagen die Erträge über dem langjährigen Durchschnitt, andererseits zeigte sich die Qualität in diesen Referenzanbaugebieten schon lange nicht mehr so unregelmäßig wie in diesem Herbst. Schlussendlich konnte die Rioja ein gutes Ergebnis erzielen, der Frühherbst zeigte sich von seiner besten Seite und das große Volumen von geschätzten 330 Mill. L beruhigte die Produzentenseite am Ebro. Nichtsdestotrotz zeigte sich das Qualitätsniveau so heterogen wie schon lange nicht mehr. Während die Rioja Baja erstklassiges Traubengut meldete, präsentierte sich die Situation an den niederschlagsreicheren Abschnitten im Nordwesten nicht ganz so unkompliziert. Für die Winzer am oberen Ende der 65.000- Hektar-Appellation ist eine komplizierte und arbeitsaufwendige Lese zu Ende gegangen.

 

Kühles Frühjahr und ergiebige Niederschläge  

 

Im Herbst 2017 waren viele Autonomien Spaniens alarmiert. Die Stauseen, welche die Wasserversorgung in vielen Regionen garantieren, zeigten Mindeststände an. Im Spätherbst/Winter drehte sich die Großwettersituation und sorgte für über Monate hinweg anhaltende Niederschläge. Nicht nur der Norden, nein ganz Spanien profitierte von den niedergehenden Regenfällen. Für den Weinbau indes waren die Niederschläge nicht nur ein Segen, wie sich bald herausstellen sollte. In den Talsohlen und in zahlreichen den vom Wind abgewandten Lagen setzte sich die Feuchtigkeit fest und sorgte für Probleme. Gebiete, die normalerweise eher mit Wetterkapriolen zu rechnen haben, wie der Norden der Appellation Navarra, blieben vom Feuchtigkeitsdruck verschont, während viele Dörfer im sonnenverwöhnten Ebrobecken im Süden der DOP zu leiden hatten. In Rioja zeigten sich das Lesegut in vielen historischen Lagen an den Hängen tadellos, während sich in den Niederungen Krankheitsherde festsetzten. Wer rechtzeitig reagierte, hatte die Situation im Griff, andere kämpften im Herbst mit durchwachsener Qualität. In Rioja wird die Lese als „strategisch“ bezeichnet, da die große Menge den quantitaiven Engpass des vergangenen Jahres ausgleichen wird. Der gemeinsame Nenner beider Herkunftsbezeichnungen lautet im jeden Fall Volumen. In Altkastilien präsentierte sich die Erntesituation etwas homogener. Dort, nördlich des spanischen Scheidegebirges, gab es klare Gewinner. Das trockene Westkastilien profitierte von der Ausnahmesituation, und die kleineren Appellationen (mit Ausnahme der Arribes) wie Tierra del Vino de Zamora und allen voran Toro melden sehr gute Qualität fast ohne Einschränkung. Auch in Ribera del Duero scheint dieses Jahr alles rund gelaufen zu sein. Das Volumen ist beträchtlich, die Qualität ist es auch. Dort fühlte man sich an die üppige 16er Ernte erinnert, wobei viele Kellereien den neuen Jahrgang allgemein als deutlich hochwertiger einschätzen. Alleine der Bierzo zog zumindest in Bezug auf die roten Trauben den schwarzen Peter, widrige Wetterverhältnisse und Fäulnis bereiteten den Winzern an vielen Punkten Schwierigkeiten. Die Weißweinernte erbrachte hingegen gesundes Lesegut. Weiter nordwestlich zogen die Galicier überwiegend eine gemischte Bilanz. In Ribeira Sacra freute man sich über das sonnige Wetter im Oktober. Die verspätete Lese konnte mit guter Qualität abgeschlossen werden. Der Verlust durch falschen Mehltau war allerdings vielerorts beträchtlich, die Menge blieb an den Ufern des Sil weit hinter den Erwartungen zurück. Für die Albariño-Produzenten war der Jahrgang in dieser Hinsicht ähnlich problematisch. Die Winzer, die rechtzeitig gegen den falschen Mehltau behandelten, schwärmen allerdings von einem tadellosen Jahrgang mit großem Potenzial.

 

Gemischte Gefühle im Zentrum

 

Das Iberische Scheidegebirge mit seinen raren Garnacha-Qualitäten hatte Glück und brachte bei üppigen Erträgen rote Trauben von hervorragender Qualität ein. Bei den weißen Qualitäten fiel das Ergebnis dagegen äußerst knapp aus. Südlich von Madrid präsentiert sich eine komplexe Situation. Der Norden der Mancha , d.h. Teile der Provinz Toledo, zeigt gute Qualität aber weniger Menge als erwartet. Die kleine Appellation Méntrida am Rande des Scheidegebirges erfreute sich hingegen guter Qualität bei befriedigenden Erträgen. Im Zentrum der Mancha wurden indes ausgesprochen hohe Volumina gemeldet. Die Güte des Lesegutes wird sehr unterschiedlich beurteilt. Kastilien La Mancha könnte bis zu 24 Millionen Hektoliter eingefahren haben und damit das größte Volumen seit fünf Jahren. Mit fast drei Wochen Verspätung holte man Trauben mit teilweise ungewöhnlich niedrigen Oechslegraden ein, was einerseits eine gute Nachricht für die Sektgrundweinbereitung bedeutet. Allerdings gab es im Hochland auch Landstriche mit Reifeproblemen. Die bis in den Hochsommer hineinreichenden Regenfälle forderten ihr Tribut. Entsprechend schlank fielen viele Tempranillos aus. Bei der Vorzeigesorte lagen Licht und Schatten dicht beieinander. Generell gesehen kann die Mancha dennoch zufrieden sein. Das große Volumen wird allerdings auf die Preise drücken.

 

Zufriedene Produzenten im Nordosten

 

Die Winzer Aragóns profitierten insgesamt gesehen von der für Ostspanien ungewöhnlichen Wetterlage und holten hohe Ertragsmengen von exzellenter Güte ein. Selbst in den ariden Gebieten wie Calatayud lagen Volumen und Qualität klar über dem Durchschnitt. Auch im katalanischen Penedés fühlten sich zahlreiche erfahrene Winzer in die Vergangenheit versetzt. Dass viele Parellada-Parzellen erst Mitte September gelesen wurden, hatte man Jahre nicht gesehen. Einfach war es für die Produzenten der größten katalanischen Appellation dennoch nicht. Auch dort kämpften die Weinbauern mit Fäulnisattacken. Dafür lieferte der 18er Herbst angenehm frische, leichte und säurebetonte Grundweine für die Schaumweinproduktion. Unregelmäßig lauten auch das Urteil vieler Priorat-Erzeuger hinsichtlich der diesjährigen Erntesituation. In den gut durchlüfteten Hängen mit alten Reben wurde Spitzenqualität eingeholt. In flacheren Lagen kämpfte man auch in diesem sonst so trockenen Gebiet mit Fäulnisattacken und ungenügender Reife. Auf Mallorca wie in den meisten katalanischen Gebieten erforderte die diesjährige Lese ebenfalls viel Arbeitseinsatz. Obwohl im September praktisch keine Niederschläge auftraten, litten die Reben unter einer extremen Feuchtigkeit. Nur eine aufwendige Auslese in den Weinbergen rettete die Ernte an vielen Stellen der Balearen-Insel. Vielerorts kam es folglich zu beträchtlichen Ertragseinbußen.

 

Uneinheitliche Traubenqualität in Levante

 

Der gesamte Südosten hatte in diesem atypischen Jahr zu kämpfen. Allgemein gilt: sehr gute Weißweinqualitäten und leichtere und weniger farbintensive Tintos. In Valencia brachte erst die zweite Septemberhälfte die ersehnte trockene Witterung. Das Hochland verzeichnete etwas weniger Niederschlag, erntete aber ebenfalls relativ schlanke Rotwein-Qualitäten. Zudem litten die Hauptsorte Bobal ebenso wie die Tempranillo unter Fäulnis. Die internationalen Sorten erbrachten dafür perfekt ausbalancierte Trauben. Etwas entschädigt zeigten sich hier Winzer durch die zufriedenstellenden Erträge. Die Weinmacher der jüngeren Generation hatten eine späte Lese mit niedrigen Oechslegraden in dieser Form noch nie erlebt. Das Inland von Alicante kam relativ ungeschoren davon, trotzdem kosteten die Selektionen im Weinberg viel Mühe. Ebenso wie die Winzer in Jumilla, mussten die alicantinischen Weinbauern viel Arbeit in ihre Weinberge stecken. Insbesondere die feuchtigkeitsempfindliche Monastrell verlangte den Winzern alles ab. Bei strenger Auslese konnten allerdings feine, frische und aromatische Qualitäten gekeltert werden.    

 

Positives Gesamtbild in Andalusien

 

Die ergiebigen Niederschläge des Frühjahres machten auch vor Andalusien nicht halt. In einigen Lagen des Marco de Jerez registrierte man über den Winter bis ins späte Frühjahr hinein bis zu 800 l Regen auf den Quadratmeter. Die Küstenwinde verhinderten jedoch in den meisten Lagen größere Fäulnisprobleme und das Gebiet konnte rund 15% mehr Volumen bei hervorragender Qualität einbringen. Ähnliches gilt für Montilla Moriles und Málaga.

 

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Explosive Geschmackserlebnisse von der Vulkaninsel

 

Exklusives Tasting-Event der DO Lanzarote in Köln

 

 Ausdrucksstarke Weine dank einem Zusammenspiel von vulkanischen Böden, atlantischem Klima und einem Anbau von Hand: Weine der DO Lanzarote zeichnet ein sensorischer Facettenreichtum aus. Zu schmecken gab es diesen am 10. September bei einem exklusiven Tasting-Event in Köln. Fünf ausgewählte Weinmache-rinnen und Weinmacher der Kanarischen Insel waren einen Abend lang zu Besuch. Neben der offenen Verkostung rundeten eine MasterClass sowie ein Food-and-Wine-Pairing die gut besuchte Veranstaltung ab.

 

Hamburg / Köln, 13.09.2018

Einen ganzen Abend lang war in Köln die DO Lanzarote mit authentischen, sehr individuellen Weinen zu Besuch. Kein Ort hätte sich besser geeignet als das Restaurant Consilium im ‚Spanischen Bau’, um fünf ausgewählte Weinmacherinnen und Weinmacher der beliebten Vulkaninsel im Rahmen des exklusiven Tasting-Events willkommen zu heißen. Namhafte Bodegas wie El Grifo, das zu den zehn ältesten Weingütern Spaniens gehört, La Geria oder Los Bermejos durften dabei im Verkostungsprogramm ebenso wenig fehlen wie Vega de Yuco oder der vergleichsweise junge Produzent Vulcano de Lanzarote. Neben der offenen Verkostung gestalteten eine MasterClass mit David Schwarzwälder sowie ein Wine-and-Food-Pairing ein abwechslungsreiches Programm, das mit insgesamt mehr als 50 Teilnehmern sehr gut besucht war.

Wer schon einmal auf Lanzarote, der östlichsten und viertgrößten der Islas Canarias, war, wird vor allem an die Lavaböden denken, die die Insel überziehen. Der Weinbau konzentriert sich hauptsächlich um die Gegend von La Geria, einem Naturschutzgebiet, das für den Weinanbau auf Lapilli (Vulkanasche, auch als Picón bekannt) berühmt ist.

Aus dem Zusammenspiel von Böden, atlantischem Klima und einem Anbau von Hand ergeben sich individuelle, von ihrem einzigartigen Terroir geprägte Weine. Zehn von ihnen kamen unter fachkundiger Leitung von Spanienexperte David Schwarzwälder ins Glas: Teilnehmer aus Gastronomie und Handel waren der Einladung zur Master Class um 17 Uhr gefolgt, die den thematischen Auftakt des Abends bildete. Während der eigens aus Lanzarote eingeflogene Picón durch die Hände der Teilnehmer ging, stellte David Schwarzwälder die Weine aus Rebsorten wie der roten Listán Negro und Negramoll sowie der weißen Sorten Listán Blanco, Malvasía de Sitges, Moscatel oder Diego vor.

 

„Lanzarote-Weine sind eine Mischung aus Sonne und extremer Mineralität, die sie durch den Ascheboden bekommen. Der Weinanbau auf der Vulkanasche ist einzigartig auf der Welt, und das macht die Weine der DO Lanzarote so besonders. Wer hätte gedacht, dass gerade die Asche wie ein Schwamm funktioniert. Gerade in den trockenen Monaten kann sich das Wasser gut in den Poren der vulkanischen Böden halten und das ist erstaunlich", erklärte David Schwarzwälder. Die Reben gedeihen in Höhen zwischen 200 und 500 Metern über dem Meeresspiegel. Die feine Asche lässt die Wurzeln der Reben bis tief in den Boden wachsen. Reben, die im Übrigen im Gegensatz zu den meisten Reben auf dem Festland noch wurzelecht sind, da die Insel im Atlantik aufgrund ihrer Abgeschiedenheit von der Reblausplage verschont blieb, wie David Schwarzwälder weiterhin zu berichten wusste.

 

Im Rampenlicht der offenen Verkostung ab 18 Uhr standen zweifelsohne die Winzer und deren außergewöhnliche Tropfen der DO Lanzarote. Auf der Suche nach persönlichen Favoriten sorgten jedoch ebenso Hintergrundgeschichten zu Bodega, Önologen und Historie aus erster Hand, nämlich vom Winzer persönlich, bei den interessierten Besuchern für besondere Aha-Erlebnisse.

 

Dass die Weine der DO Lanzarote dank ihrer unverkennbaren Identitäten und Geschmacksprofile jedoch nicht nur für sich alleine stehen können, stellten sie im Wine-and-Food-Pairing gekonnt unter Beweis. Während ab 19.30 Uhr mediterrane und internationale Köstlichkeiten in moderner Interpretation serviert wurden, wusste David Schwarzwälder das 5-Gänge-Menü durch eine virtuose Weinselektion zu bereichern. So stimmte als Starter ein 2017er Rosé der Bodega Vulcano de Lanzarote zum feinen Tuna-Tartar mit Sesam-Dip die Papillen ein. Im Zwischengang harmonierte zum Lamm auf einem Bett aus Bohnenragout und sonnenverwöhnten Tomaten mit einem komplexen Malvasía Lías (Bodegas El Grifo) mit Hefelagerung. Ebenso effektvoll zeigte sich der halbtrockene Malvasía volcánica zum Kumquat-Sorbet, gefolgt von einer Coupage, unter anderem aus Trauben von über 100-jährigen Listán-Negro-Reben (Bodega La Geria) zu Dorade und Goldbrasse mit kräuteriger Gemüsebegleitung im Hauptgang. Zum Finale bildete ein natursüßer Malvasía volcánica der Bodega Los Bermejos eine feine Balance zum Lime-Curd mit Blaubeeren. Das Ergebnis: äußerst innovative Kombinationen, die als sensorische Überraschungen für regen Gesprächsstoff bei den Tischgästen wie anwesenden Winzern sorgten – und zum krönenden Abschluss des Events avancierten.

 

 pressemitteilung Las Beatas 2014

Der Triumph der naturgerechten Kleinteiligkeit – der Rioja-Parzellenwein
Las Beatas ist Parker 100 Punkte wert!

Düsseldorf, 18. Juni 2018.

Als sich Telmo Rodríguez und Pablo Eguzkiza in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts auf dem Campus der berühmten Faculté d´oenologie de Bordeaux kennenlernten, befand sich der spanische Weinbau im Aufbruch und beide wollten um jeden Preis dabei sein, aber auf ihre ganz individuelle Art und Weise. Heute, 30 Jahre später, zählen sie zu den großen Weinmacherstars Südeuro-
pas, weltweit anerkannt und für ihren großartigen Rioja-Wein Las Beatas mit 100 Parker Punkten ausgestattet.


Zusammen sind die beiden Legende, und als Partner in der Compañía de Vinos Telmo Rodríguez seit Jahrzehnten in den spannendsten Terroirs aktiv, die das Weinland Spanien zu bieten hat. Seinen Anfang nahm das Weinprojekt der Weinmacher indes in der Rioja, und dort feiern sie nun einen ihrer größten Triumphe. Mit der 100-Punkte-Bewertung von Parker Chef-Verkoster Luís Gutiérrez in Spanien kommt nun die Bestätigung für ihre Auffassung von naturgerechtem Weinbau. Schon seit 2002 wird in der Kellerei Bodegas Lanzaga über dem baskischen Nordufer der DOCa Rioja unter biodynamischen Aspekten gearbeitet. Der frühere Premium-Wein Altos de Lanzaga entstammte mehrerer spezieller Plots und wurde vor vier Jahren zugunsten zweier Parzellen-Weine eingestellt. Die Basis-Qualität entsteht nach wie vor unter dem Label Lanzaga und ist als Ortswein der Gemeinde Lanciego konzipiert. Die zwei neuen Crus tragen jeweils den Namen ihrer Weinberge, El Velado und La Estrada. Beide befinden sich in direkter Nähe von Lanciego und erreichen jeder für sich nicht einmal die Ausdehnung eines Hektars.

 

Komplexe Rahmenbedingungen für die Quintessenz eines riojanischen Terroir-Weins

 

Der so gesehen zweite Teil ihres Rioja-Projektes konzentriert sich auf die Gemeinde Labastida am oberen westlichen Ende der Rioja Alavesa, wo Telmo und seine Schwester auch für das Familien-Gut Remelluri zuständig sind. Oberhalb des Dorfes bestellen Pablo und Telmo schon seit vielen Jahren zwei Parzellen, von denen Las Beatas eine besondere Geschichte hat. Dem 1,9 Hektar großen und auf 11 verschiedenen Ebenen angelegten Terassen-Weinberg drohte das Ende, da der frühere Besitzer sich aufgrund seines hohen Alters außerstande sah, die schwierige Topographie des Rebfeldes noch länger zu bewältigen. Die beiden zögerten nicht lange, übernahmen den Weinberg, restaurierten die Anlage und ersetzten die Pflanzen, die dem Ausriss schon zum Opfer gefallen waren, durch Setzlinge des vorhandenen Klonmaterials. Die im gemischten Satz gehaltene Anlage von Las Beatas reicht zum größten Teil auf die 30er Jahre zurück und weist elf Sorten auf, die allesamt gemeinsam verarbeitet werden. Neben mindestens fünf verschiedenen Tempranillo-Klonen gelangen in das offenen Gärcuve u. a. auch Garnacha- und Mazuelo-Trauben, die nach dem Entrappen mit der Hand gestampft werden. „Technisch gesehen unternehmen wir so wenig wie möglich, Las Beatas entsteht eigentlich im Weinberg, der natürlich einen Großteil der Anstrengungen absorbiert, die wir in die Produktion dieses außerordentlich eigenständigen Cru stecken“, erklärt Pablo Eguzkiza. Langes Maischen steht selbstredend auch nicht auf dem Programm, ausgebaut wird 16 Monate im zwölfhundert-Liter Fuder.

 

Der Inbegriff der Rioja-Eleganz

 

Das Resultat ist spektakulär. Der seit 2011 in jedem Jahr bereitete Wein präsentiert sich von betörender Duftigkeit und seidiger Eleganz, und transportiert meisterlich den mit Sandsteinsträhnen durchzogenen Kalkboden der wohl nun berühmtesten Kleinlage der Rioja. Gerade einmal 1.500 Flaschen La Beatas verlassen pro Jahr den in den Berg getriebenen historischen Kellerstollen, welche die Weinmacher für ihre Parzellen-Crus aus Labastida im Winzerdorf Ollauri unterhalten. Und der Preis für dieses spanische Weinmonument? „Moderat für die Arbeit, die in Las Beatas steckt“, versichert Telmo. „Eines Tages, als wir vor einer skandalös teuren Flasche saßen, schworen wir uns, anders mit unseren Kunden umzugehen. Las Beatas ist so kalkuliert, dass drei spanische Weinliebhaber mit normalem Einkommen, sich eine Flasche leisten können. Was die Gastronomie daraus macht, entzieht sich dann allerdings unseren Kontrollmöglichkeiten!“  

 

 

Preisverleihung Wein Trophy

 
(v.r. Christoph Nicklas-Meininger Verlag, Sonja Overhage-Mrosk-Icex Wein aus Spanien, Benjamin Sauri Montalt, Pablo Calvo-Icex Wein aus Spanien, Peer Holm-Präsident Sommelier Union, David Schwarzwälder)

Die Spanien Wein Trophy 2018 geht an Benjamin Sauri Montalt

 

Am 11. Juni wurde es feierlich für Benjamin Sauri Montalt. Der gebürtige Halbspanier ist mit der beliebten Spanien Trophy 2018 ausgezeichnet worden.

 

Im Rahmen des Gipfeltreffens spanienaffiner Sommeliers auf der diesjährigen Wein aus Spanien Messe im Excelsior Hotel Ernst in Köln würdigte ICEX/Wein aus Spanien zusammen mit dem Meininger Verlag den diesjährigen Gewinner der Spanien Wein Trophy, Benjamin Sauri Montalt, der sich unter den zahlreichen Teilnehmern an der Trophy durchsetzen konnte. Benjamin Sauri Montalt, Halbspanier und quasi mit spanischen Weinen aufgewachsen, konnte die Jury mit seinem umfangreichen Fachwissen und seinen spannenden Pairing-Ideen vollends überzeugen.

 

Gemeinschaftlich organisiert von der Fachzeitschrift MEININGERs Sommelier sowie von ICEX, der Handelsabteilung der spanischen Botschaft in Düsseldorf, richtet sich der Wettbewerb jedes Jahr an aktive Sommeliers und Restaurantleiter sowie selbständig agierende Branchenkenner, die eng mit der Gastronomie kooperieren. Ein facettenreiches Portfolio aus theoretischen Aufgaben und fachlicher Praxis hatte die Teilnehmer bereits im Halbfinale und Finale erwartet: Von Blindverkostungen über das Aufspüren kniffliger Fehler auf einer Weinkarte bis hin zum kreativen Brückenschlagen zwischen Food und Wein – Benjamin Sauri Montalt überzeugte die Jury in allen Bereichen. 

 

So konnten ihn die Jury-Mitglieder vergangenen Montag zum Top-Sommelier für spanische Weine küren. Allen voran Christoph Nicklas vom Meininger Verlag, Pablo Calvo und Sonja Overhage-Mrosk von ICEX/Wein aus Spanien sowie der Spanien-Spezialist David Schwarzwälder und der Präsident der Sommelier Union, Peer Holm.

 

Als Gewinner darf sich Benjamin Sauri Montalt nun auf eine dreitägige Reise zur Teilnahme am international anerkannten „International Sherry Educator Course“ in Jerez de la Frontera freuen, der jedes Jahr für Fachleute aus aller Welt vom Kontrollrat der DO Jerez ausgerichtet wird.

 

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ICEX und der Sherry-Kontrollrat vergeben Stipendium an Absolventen der Weinakademie für Ausbildung zum Sherry Educator

Absolventen der Hochschule Geisenheim des WSET Diploma in Wines and Spirits feierten am 18. November 2017 ihren erfolgreichen Abschluss zum Weinakademiker. Über eine besondere Auszeichnung freute sich Corrina Schilling, sie erhielt ein Stipendium für eine Weiterbildung zum Sherry Educator in Jerez. Übereicht wurde die Stipendiums-Urkunde durch den Leiter der Abteilung Wein aus Spanien (ICEX), Herrn Pablo Calvo, der die Ehre hatte im Namen von ICEX und dem Kontrollrat der geschützten Herkunftsregion CR Jerez-Xérès-zu gratulieren.