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26.11.2020

Spaniens Ernte 2020

– mit großen regionalen Unterschieden

Die Weinlese in Spanien war 2020 vielerorts nicht einfach und präsentierte selten ein uneinheitlicheres Bild als in diesem Jahr.

Viele Regionen mussten Ertragsminderungen bedingt durch Pilzbefall in Kauf nehmen: Die Balearen und Rioja etwa. In Andalusien mussten die Winzer zudem aufgrund einer schnellen Reife noch früher ernten als gewöhnlich. Die katalonischen Winzer haben durch Botrytis rund ein Drittel ihres Lesegutes gegenüber dem ohnehin schon knappen Vorjahr verloren. Und auch der Nordwesten Galiciens musste sich mit bescheidenen Ertragsmengen zufrieden geben.

Doch Pilzbefall ist nur ein Aspekt der diesjährigen Ernte. In anderen Regionen standen die Zeichen besser. Großer Gewinner, mit mindestens 28 % Ertragsplus zum Vorjahr und einem Volumen von 26 Millionen Hektolitern ist das Zentralgebiet Kastilien-La Mancha. Und dies bei sehr guter Qualität. Zum Vergleich: nach aktuellen Schätzungen liegt das Gesamtspanische Ergebnis zwischen 43 und 45 Millionen Hektolitern.

Ernte

Sehr reifes, gesundes Lesegut verzeichnet die Levante bei ihren Rebsorten Bobal und Monastrell. Ihre Mengen entsprechen einem guten Jahr. Die Rioja konnte in der frühen Lesephase vor allem in Rioja Oriental Erstklassiges einbringen, während sich die Qualität für Alta und Alavesa etwas eintrübte. Die DOCa erzielte mit rund 415 Millionen Kilogramm ein nur marginal höheres Erntevolumen als 2019. Bedingt durch die Krise hat man die zulässige Höchstertragsmenge im Vorfeld bereits herabgesetzt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Rioja ein qualitativ gutes, aber nicht außergewöhnliches Jahr vorweisen kann.Zu den Gewinnern zählt in diesem Jahr auch Kastilien & León mit fast durchweg guten bis sehr guten Qualitäten bei deutlich mehr Traubengut.

Teils heftige Niederschläge spaltete die Lese in der Ribera del Duero in zwei Teile. Und trotz des kompliziertesten Zyklus- und Ernteverlaufs in ihrer Geschichte, schaffte es die Appellation, eine herausragende Qualität zu erzeugen.

Gute Qualitäten melden auch DOP Rueda, DOP Toro und DOP Bierzo – letztere leider nur mit bescheidenen Mengen.

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