Dienstag, 27. Oktober 2015

Sehr gute Qualität bei weniger Menge - Spanien meldet einen hervorragenden Herbst 2015

 

Nach zwei eher durchwachsenen Jahrgängen herrscht in den meisten Anbaugebieten Spaniens Hochstimmung. 

 

Pressemitteilung Ernte

Zwar fiel das Erntevolumen generell geringer aus als im vergangenen Herbst, die außergewöhnliche Qualität wird diese Situation mehr als kompensieren. Es wird insgesamt mit etwa 10% weniger Menge gerechnet, was der Winzerschaft besser Preise für ihre Weine bescheren wird.

Gesundes Lesegut und strukturierte Weine

Der Jahrgang 2015 war geprägt von Trockenheit, die zunächst in vielen Appellationen berechtigten Anlass zur Sorge gegeben hatte. Bis in den August hinein dauerte die Durststrecke, und der Trockenstress drohte nicht nur die Menge sondern auch die Qualität zu beeinträchtigen. Im August jedoch veränderten sich die Wetterverhältnisse und gingen über in einen milden Spätsommer mit großen Temperaturgefällen von Tag zu Nacht, die zur Ausbildung von kleinen aber sehr gesunden Beeren führte. Entsprechend konzentriert und strukturiert zeigen sich nun insbesondere die Rotweine, wobei die niedrigen Säurewerte durch das fantastische Tanningerüst der Gewächse in den meisten Rotweingebieten ausgeglichen werden. Nichtsdestotrotz können auch die weißen Vorzeigegebiete zufrieden sein. Im Nordwesten melden die Galicier harmonische, ausdrucksstarke und sehr fruchtige Weine mit gutem Lagerpotenzial. In Rueda, wo sehr früh geherbstet wurde, zeigen sich die Winzer durchweg begeistert von der Intensität einerseits und der Klarheit andererseits. Erwähnenswert waren auch die Resultate in Valencia, wo die besten Moscatel-Trauben seit Jahren in ausreichender Menge gelesen werden konnten.

Spitzentintos in Rioja und Kastilien & León

Insbesondere die renommierten Anbaugebiete können durchatmen. Die Güte der Rotweine reicht von sehr gut in Toro und Ribera bis zu hervorragenden Qualitäten in einigen Bereichen der Rioja.und dem Bierzo. Die kleine Appellation am Jakobsweg mit ihrer großartigen Hauptsorte Mencía zeigt sich geradezu euphorisch über die eingebrachte Qualität, und zahlreiche Weinmacherinnen und Weinmacher sprechen qualitativ von einem historisch- grandiosen Jahrgang. Ribera del Duero holte vor allem im zentralen Bereich um Aranda de Duero wider exzellente Tempranillo-Weine ein, wobei man in den hohen Lagen auch deutliche Mengeneinbußen hinnehmen musste. In Rioja machten sich die kühlen Nächte im August und September ebenfalls positiv bemerkbar. Obwohl die Säurewerte eher moderat ausfallen, spricht man schon jetzt von einem hervorragenden Jahrgang mit tieffarbigen Weinen, die nach den komplizierten Vorjahren wieder ein hervorragendes Alterungspotenzial besitzen könnten.

Gut bis sehr gut im Osten 

Ausgerechnet Montsant und Priorato zeigten sich unbeeindruckt von der Trockenheit. Rechenfälle Ende Juni versorgten die Pflanzen doch noch mit genügend Feuchtigkeit, so dass erstaunlicherweise das Montsant ganz im Gegensatz zum zentralen Spanien in einer späten Lese exzellente Qualitäten einbringen konnte. Auch das Priorat meldet konzentrierte und rundweg homogene und ausgewogene Rotweine mit spektakulären Ergebnissen bei den Cariñena-Trauben. Aus der Reihe fiel vom Volumen her auch Utiel Requena mit viel Menge und Bobal-Trauben von hoher Güte. Einziger Wermutstropfen in Levante waren einige Bereiche in Jumilla und Yecla, die mitten in der Ernte heftige Regenfälle verzeichneten.

 

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